Informationsflut

Auf der Recherche zu einem Thema für meinen neuen Blogbeitrag, stiess ich auf folgende Überschrift: «You cannot stop the wave but you can learn to surf». Bei der weiteren Recherche fand ich heraus, dass er von einem US-amerikanischen Molekularbiologen namens Jon Kabat-Zinn stammt.

Jon Kabat-Zinn ist scheinbar ein Superstar der «Achtsamkeitsbewegung» (Mindfulness). Ursprünglich wurde diese Lehre für Chronischkranke entwickelt, damit sie mittels einer speziellen Meditation ihre Ängste abbauen und Schmerzen besser ertragen sollen. Sie soll aber auch gestressten und schlaflosen Menschen dienen können, die vor lauter Hetzerei den Moment aus den Augen verloren haben.

Die Meditationsform besteht aus unterschiedlichen Übungen, um den Fokus wieder auf das Hier und jetzt zu stellen. Also weg davon, sich in Gedanken zu verlieren, damit man mit belastenden Situationen besser umgehen kann. Man soll mit der Zeit das eigene Leben wieder bewusster und selbstverantwortlicher gestalten können.

Das Zitat von Jon Kabat-Zinn ist auch eine gute Metapher für einen anderen Zustand, der uns alle betrifft: die sogenannte «Informationsflut», welche sich täglich potenziert. Der ein oder andere redet mittlerweile schon von einem «Informationsinfarkt».

Täglich erreichen jeden von uns tausende von Informationen und es werden nicht weniger. Immer auf Abruf, immer die Augen und Ohren offen. Keine Minute vergeht in der nicht irgendein E-Mail, eine Mitteilung, ein Reminder, eine Benachrichtigung, eine Werbebotschaft oder sonst eine Nachricht unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Im Zeitalter der mobilen Geräte und dem ständigen online Sein ist ein Entzug fast unmöglich geworden. Eben mit den Gedanken noch hier, im nächsten Augenblick woanders. Die Konzentration lässt nach, das Hirn «glüht». Hat das mal ein Ende? Ich kann so nicht arbeiten!

Auch die Bloggerin Andrea hat sich mit diesem Thema auseinander gesetzt und gibt hilfreiche Tipps, wie man mit der Informationsflut besser umgehen kann. Sie hat ihre eigene Methode entwickelt: «Selektionieren, strukturieren und priorisieren – und aus der drohenden Überflutung wird ein leises Plätschern.»

Guter Ansatz, dem kann ich nur zustimmen. Bei meiner täglichen Arbeit und im Privatleben versuche ich dieses Prinzip bereits seit Längerem anzuwenden. Nicht immer einfach, aber mit etwas Konsequenz gut umsetzbar.

Zum Beitrag von Andrea

Habt Ihr auch solche Tricks entwickelt, um der ständigen Versuchung Stand zu halten? Berichtet mir bitte davon, Danke.

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